Bei den Präzisionsmechanikern zu Besuch
Im Januar hatte uns Mitgliedern der IG
„Historische Fernmeldetechnik“ e. V. der Vorstand Vorschläge für die
Exkursionen in diesem Jahr zur
Auswahl unterbreitet. In die engere Wahl fiel so auch der Besuch des
Uhrenmuseums in Glashütte.
Am
Samstag, den 12. März trafen sich die angemeldeten Vereinsmitglieder und ihre
Partner mit unserem Organisator Burkhard Hollwitz und Familie „unterm Strick“ im Dresdener Hauptbahnhof. Erfreut stellten wir fest, daß es bei der
Deutschen Bahn auch Frühling geworden ist. Große Blumenschalen begrüßen die
Gäste in der großen Halle. Schnell
fanden sich fünf Reisewillige zu einer Gruppe für das Sachsenticket zusammen.
Los ging es mit der S-Bahn nach Heidenau. Dort hieß es erst mal auf die Abfahrt
des Dieseltriebwagens nach Altenberg warten. Ein frühlingshafter Sonnenschein
machte diese Zeit angenehm. Unsere Reisegruppe hatte sich inzwischen um zwei
Mitreisende verstärkt, Bettina Götze und Soeren Polster waren zu uns gekommen.
Schnell verging die Fahrt bis Glashütte. Burkhard hatte unsere Reise so
organisiert, daß wir uns in der Gaststätte“ Zum Silberstollen“ zur
Mittagszeit stärken konnten und den Besuch im Uhrenmuseum für 15.00 Uhr
angemeldet. In Glashütte stießen Samir Köckritz und seine Ivonne noch zur
Gruppe.
Die
Gaststätte hatte uns eine schöne Tafel vorbereitet und die vorbestellten
Speisen stärkten und erfreuten den Gaumen. Nach der Stärkung bummelten wir
gemeinsam in Richtung Museum. Vorbei ging es noch in der Nähe des Bahnhofes an
einer liebevoll restaurierten Postmeilensäule.
Auch viele Gebäude längst der Hauptstraße haben ein helles Antlitz erhalten.
Am Museum angekommen, nahm Burkhard ersten Kontakt zum Empfang.
Aus
dem Gebäude kam er als unser Stadtführer zurück. An Hand des Büchleins
Spuren der Zeit“ –Ein Rundgang durch die Uhrmacherstadt Glashütte-
machte er uns mit den Stationen der Uhrenfertigung entlang der Hauptstraße bis
zum Moritz-Grossmann-Platz bekannt.

In
dem Wegweiser ist unter anderem zu lesen: „Das Projekt“ Spuren der Zeit“
geht den baulichen Zeugen der Uhrmacherei und ihres Verlagswesen in Glashütte
nach Die seit 1845 im Ort etablierten Uhrenfirmen, Werkstätten, Betriebe der
Feinwerktechnik und die in der Ortsmitte gelegene einflussreiche Deutsche
Uhrmacherschule Glashütte bilden das Gesicht der Stadt .... Die Zeugen in den
„Spuren der Zeit“ sind jene Gebäude, die bis heute erhalten geblieben sind
und die Geschichte von Glashütte, seinen Einwohnern und seiner Uhrenproduktion
erzählen...... Die „Spuren der Zeit“ sind Bausteine eines Puzzles, die zum
Mythos der Uhren aus Glashütte seit 1845 beitragen.
Die
Fortsetzung zum Rundgang im Ort bildete der Ausstellungsbesuch im Uhrenmuseum
danach. Hier wurden wir von einem jungen Museumsbegleiter mit geschichtlichen
und fachlichen Erläuterungen durch die sehr schön gestalteten Ausstellungsräume
geführt.
Im
Foyer begrüßte uns ein Traum von einer Standuhr im prächtig gestaltetem Gehäuse.
Dieses Unikat zeigt neben der Uhrzeit auch die Zeitläufe von Sonne und Mond an.
Außerdem werden von ihr Wochentag, Monat und Jahr über 200 Jahre angezeigt. Was
diese Uhr nicht kann, bei ihr gibt es keine Winter- und Sommerzeit. Sie zeigt
nur die Mitteleuropäische Zeit an.

Beim Rundgang erfuhren wir, daß in Glashütte
nicht nur Uhren gefertigt wurden. In den feinmechanischen Betrieben wurden
Telegrafen- und Morseapparate bzw. Antriebe für diese Apparate gefertigt.
Schiffschronometer, Turmuhren, Präzisionswerkzeuge und Meßgeräte tragen
den Ruf Glashütter Qualitätsarbeit über Sachsens Grenzen hinaus. Zwei
Stunden waren nicht zu viel für diesen Besuch.
Bei
Kaffee und Kuchen ließen wir den Tag ausklingen. Mit der Eisenbahn ging es
wieder in nach Dresden zurück. Ein interessanter Tag hatte mit der allgemeinen
Verabschiedung sein Ende gefunden. Von allen Beteiligten herzlichen Dank an
Sandra und Burkhard Hollwitz, sowie an Klein Gero, der seine Eltern und uns den
ganzen Tag liebevoll begleitet hat.
Claus
Hegewald