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Am Sonnabend, den 19. Juni gegen 09:00 Uhr trafen sich
Interessierte unseres Vereins, diesmal nicht all zu viele, zur von Burkhard
Hollwitz und Jürgen Haubold organisierten Exkursion zu o. g. Ziel zunächst am
Postplatz zu Dresden.
Mit Privat-PKW erreichten insgesamt 13 Vereinsfreunde, tlw.
mit Partner, um 11:00 Uhr den Museumspark in Merseburg.
Zunächst erfreuten wir uns in einer Gartengaststätte unweit des Geländes an
einem ordentlichen Mittagessen.
Was uns danach erwartete, übertraf dann doch einige
Vorstellungen. Allein die Fläche des Museumsparkes überraschte. Gebäude und
Freifläche umfassen etwa 400m x 400m.
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Im Eingangsbereich begrüßte uns zunächst ein aktiver
Mitarbeiter der Ausstellung. Für unsere Truppe war der Besuch kostenlos, da mit
Jürgen Haubold im Sinne des Vereins seit einiger Zeit eine gegenseitige
Beziehung besteht.
Der kompetente und aufgeschlossene Museumsmitstreiter
führte zunächst in einen Computer-Raum mit Technik aus den DDR-Jahren.
Weiter ging es im Gebäude zu Massen von Omas alten Nähmaschinen, einigen
Fernmeldeeinrichtungen u. a. technischen Haushaltkleinteilen, zum Teil gesichert
mit verglasten Vitrinen und Wänden gegen eventuelle Langfingeraktivitäten.
Eigentliche Schwerpunkte der gesammelten Werke waren natürlich
die Flugzeughalle und das dazu gehörige Freigelände. Aber auch Motorräder,
PKWs und vor allem Feuerwehrfahrzeuge, dicht an dicht gedrängt, füllten einen
Großteil der Ausstellung.
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Beginnen wir mit der Fliegerei: In der Halle standen mehrere
Flugzeuge aus der Zeit vor dem I. und II. Weltkrieg, sowie Modelle aller Art und
auch Einzelteile und Fragmente aus verunglückten Jägern und Bombern der
Kriegsjahre. Als ein Star aus der Vielzahl von Fliegern ist der
raketenangetriebener Jäger Me 163 (Messerschmitt 163) aus dem II.
Weltkrieg zu nennen. Dieser erste Raketenjäger der Welt erreichte eine
Geschwindigkeit bis 1000 km/h; war aber konstruktiv noch nicht ausgereift und
kostete vielen guten Piloten das Leben bei der Erprobung und den wenigen
unbedeutenden Luftkriegseinsätzen um 1944, als der Krieg längst verloren war.
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Ein flugfähiger amerikanischer Doppeldecker mit
Stoffbespannung und Schub- Propellerantrieb ( ein so genanntes
Curtiss-Druckschraubenluftfahrzeug von 1909) steht eindrucksvoll in der Halle.
Der Pilot saß hier noch im Freien vor dem Propeller. Wer den Film „Die tollkühnen
Männer mit ihren fliegenden Kisten“ gesehen hat, weiß ungefähr, wie das
Fluggerät funktionierte. |
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Auf dem Freigelände stehen neben Hubschraubern, MIGs und älteren
Kampfflugzeugen drei große sowjetische Zivilmaschinen und zwar die IL 14, die
TU 134 und eine IL 62. Zu besichtigen von innen waren die beiden erstgenannten
Maschinen. In die IL 62 können nur gut zahlende Besucher rein, welche dort
eventmäßig mit Speis und Trank versorgt werden.
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| In weiteren Hallen konnten wir jede Menge PKW, wie Trabant,
Wartburg, Lada, Skoda S 100 und 105 aus alten Zeiten besichtigen und auch
anfassen. Man musste sich allerdings fast „durchquetschen“, um die Fahrzeuge
richtig in den Blick zu bekommen. Einige Erinnerungen an diese auch mal von uns
gefahrenen Autos wurden dabei wach. |

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An Motorräder kam man besser heran. Besonders die BK-Maschine
mit Kardanwellenantrieb aus DDR-Produktion begeisterte immer noch. Sie war
damals ein bisschen der engste Konkurrent der Java 350.
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Auch Feuerwehrtechnik von ganz alt bis neuwertig
beeindruckten. Etwa 20 Fahrzeuge mit unterschiedlicher Löschtechnik konnten in
Augenschein genommen werden.
Was wir aber feststellen mussten: es gab keine Ausstellungsstücke,
die man funktionsfähig erleben konnte, so wie das in unseren Räumlichkeiten
der IGHFt möglich ist. Daran arbeiten die Freunde in Merseburg aber jetzt
offenbar auch.
Nach gut 4 Stunden hatten wir es geschafft. Eine nette
Kaffeerunde im Vereinszimmer der Gastgeber und eine kleine Spende unsererseits
beendeten den erlebnisreichen Tag.
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Es war wirklich alles sehr sehenswert und wir wünschen den
Merseburger Freunden noch viel Kraft und Freude am weiteren Ausbau ihrer
Sammlung. Wir luden die Betreiber und Mitarbeiter natürlich nach Dresden ein.
Im Vorfeld des Geländes brummten an diesem Sonnabend auch
noch Mopeds aus DDR-Produktion als extra Veranstaltung über die Piste als
kleine Zugabe. Es knatterte den ganzen Tag lang und der Zweitaktduft begleitete
uns fast mit nach Hause.
Die spezielle Rückfahrt nach Dresden verlief mit 2 (!) Navis
in Volkmars Auto über kleine Umwege letztendlich erfolgreich. Die A38 kannten
unsere Wegweiser wohl noch nicht so ganz, aber wir ertrugen es mit dem uns
eigenen Humor und kamen wohlbehalten recht entspannt und in Harmonie wieder in
heimatlichen Gefilden an.
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