Besuch der Gläsernen Manufaktur in Dresden
Text und Fotos Samir Köckritz
Am Freitag dem 17. November, einem angenehm milden Herbsttag war es wieder
einmal soweit, die Vereinsmitglieder und einige Gäste trafen sich zu einer
Exkursion.
Das Ziel lag diesmal gleich vor der Haustür, es ging in die Gläserne
Manufaktur, die VW-Produktionsstätte des Luxuswagens Phaeton.

11:15 Uhr trafen sich die Teilnehmer am Straßburger Platz und
staunten das erste Mal, als unser Organisator Burkhard Hollwitz auf dem Moped
über den Fußweg geknattert kam.

Nach dem Entrichten eines Obolus von 2,50 € pro Person
betraten wir das moderne, vom Architekten Dr. Gunther Henn im Jahre 2002
errichtete Gebäude und standen in der Kundenlobby, wo wir leider unsere
Fotoapparate abgeben mußten, da in der Manufaktur Fotografierverbot herrscht.
Von hier aus ging es in das Kugelhaus, in welchem wir einen
Werbefilm vorgeführt bekamen. Auch später machte dieser Besuch weniger den
Eindruck einer Exkursion in eine Autofabrik, als mehr den einer
VW-Werbeveranstaltung. Aber das ist von VW wohl so gewollt.
Wir begaben uns in die sogenannte "Orangerie", in
der allerdings weder tropische Pflanzen noch Orangen zu sehen waren,
stattdessen ein wunderschöner Oldtimer, ein Horch aus dem Jahre 1936. Unser
Führer erklärte uns, daß in eben dieser Orangerie auch Veranstaltungen,
Lesungen und sogar Opern aufgeführt werden.
Von diesem Standpunkt konnte man durch eine Glaswand einen
kleinen Teil der Produktion beobachten. Man sah die fast fertigen Wagen der
Typen Phaeton und Bentley, die von Monteuren in weißen Kitteln komplettiert
wurden. Auf dem sogenannten Schuppenband, einem überdimensionalen Fließband
bewegten sich die Fahrzeuge langsam durch den Produktionsbereich. Im Hintergrund
fuhren wie von Geisterhand gesteuerte Werkzeugboxen und parkten
vollautomatisch auf vorgegebenen Parkpositionen. Über der Szenerie weitere
Fahrzeuge an einem Transportband an der Decke.
Leider war dies auch schon alles, was man von der Produktion
zu sehen bekam. Weiter ging es zum Fahrzeugkonfigurator und zum Fahrsimulator,
alles zugeschnitten auf potentielle Käufer der Wagen, weniger auf uns
technikinteressierte Besucher, die mal hinter die Kulissen schauen wollten.

Insgesamt ein interessanter Besuch, von unserem zweiten
Vorsitzenden gut organisiert, auch wenn viele Wünsche und Erwartungen nicht
erfüllt wurden, aber dafür kann unser "Kulturbeauftragter" nichts,
diese Kritik geht an VW.