PCM-Technik

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PCM-Systeme für 30 Kanäle

PCM steht für Puls Code Modulation. Das zu übertragende Signal wird zunächst abgetastet. Der entstandene Puls wird kodiert in eine Impulsfolge von 8 Bit und anschließend für die Übertragung moduliert. In der Gegenstelle erfolgt die Rückumwandlung in das Ausgangssignal.

Das System stellt 32 so genannte Zeitschlitze zur Verfügung. In jedem dieser Zeitschlitze kann man einen Sprachkanal übertragen. Da Sendestelle und Empfangsstelle absolut synchron arbeiten müssen und auch Signale zwischen den Stellen auszutauschen sind, können nur 30 Zeitschlitze zur Sprachübertragung genutzt werden.

Die 32 Zeitschlitze werden nacheinander periodisch abgetastet und die vorgefundenen Abtastwerte nacheinander über die Übertragungsleitung übertragen. Im Ergebnis entsteht eine Impulsfolge von 2,048 Megabit (umgangssprachlich 2  Megabit).

Die ersten PCM-Einrichtungen mit der Bezeichnung PCM 30/32 waren für 1 System je Gestell ausgelegt.

Die rasche Bauelementeentwicklung führte zu höher integrierten Schaltkreisen und zur Entwicklung des Systems PCM 30 mit 4 Systemen je Gestell.

Beide Varianten wurden über Kupferkabel betrieben und sind in der Sammlung vorhanden. Das Leitungssignal musste etwa aller 1,5 km durch Repeater regeneriert werden. 

PCM-Systeme für 120 Kanäle

4 Primärfolgen, so nennt man das Signal eines PCM30-Systems, werden über einen Codec zu einer Impulsfolge von etwas größer als 8 Megabit zusammengefasst und übertragen. Das System PCM 120 wurde gleichfalls über Kupferkabel betrieben. Die Grenze des technisch Machbaren war aber hier erreicht. Erste Versuche des Betriebes über Glasfaser fanden statt. Im vorhandenen Gestell ist 1 System untergebracht. 

PCM-Systeme für 480 Kanäle

Fasst man 4 Sekundärfolgen (die Signale von 4 PCM 120) zusammen, entsteht eine Signalfolge von etwa 34 Megabit. Dieses System PCM 480 wurde benutzt, um die Einrichtungen V120 des Südringes zu ersetzen und dabei gleichzeitig die Kapazität des Kabels um den Faktor 4 zu erhöhen. Die erreichte Stabilität über Kupferkabel war nicht zufrieden stellend, weshalb der Einsatz nur etwa 2 Jahre währte. Eine Variante über Glasfaserkabel existiert ebenfalls. Beide Ausführungen enthält unsere Sammlung. 

Entwicklung nach 1990

Die Erneuerung der Fernmeldeinfrastruktur führte dazu, dass alle Fernverbindungen mittels Glasfaserkabel realisiert wurden. 34-Megabitsysteme wurden in kurzer Folge durch neue Systeme ersetzt. Kapazitätserhöhungen je Faserpaar erfolgten um den Faktor 4 oder Vielfachen von 4. Gegenwärtig werden Systeme mit 64 x 10 Gigabit eingesetzt, das sind reichlich 7 Millionen Gespräche je Faserpaar.