Dieses System war lange Standard in der DDR, aber auch mit Abweichungen in
der BRD.
Eingesetzt wird hier eine veränderte Form des Hebdrehwählers 27. Er ist wesentlich kleiner als der Strowger-Wähler. Der Raum wurde besser ausgenutzt, der Lärm bei der Arbeit war
aber beträchtlich.
Jeder Fernsprech-Teilnehmer besaß einen eigenen Vorwähler. Bei den Zweier-
Anschlüssen teilten sich zwei Teilnehmer diesen Wähler. Es gab auch,
allerdings nur sehr wenige, Vierer-Anschlüsse.
Das System war unbegrenzt ausbaufähig. Wesentliche Teile des
DDR-Fernsprechnetzes auf der Ortsebene und auch der Fernebene wurde mit diesem
System realisiert.
In Dresden waren dies die Vermittlungsstellen in Striesen, Löbtau und
Freital sowie die örtliche Fernvermittlungsstelle. Oftmals waren sie mit
anderen Systemen vermischt.
Das Fernsprechvermittlungssystem 50 klein
Der
Einsatz erfolgte vorwiegend in kleineren Orten. Wegen der geringeren
erforderlichen Ausbaugröße der Vermittlung und der oft nicht gegebenen
Standardraumhöhe wurden die Gestelle niedriger ausgeführt. Schaltungsmäßig
war es nahezu mit dem System 50 identisch.
Das nebenstehende Foto zeigt wesentliche Elemente dieses Systems: Vorwähler,
Leitungswähler, Relaissteuersätze, Umsetzer, Gebührenzähler.
Eine spezielle Abart war das System SK 350. Es wurde als Nebenstellenanlage
auf den Hochseeschiffen der DDR eingebaut. In kleineren und mittleren Betrieben
der DDR war es als Nebenstellenanlage ebenfalls weit verbreitet.